Pu-erh Tee Wirkung und Gesundheit

Pu-erh Tee und die Frage nach Wirkung und Gesundheit – ein interessantes Thema wenn auch sehr vorbelastet durch verschiedenste Aussagen und Meinungen, dazu noch ein rechtliches Mienenfeld. Daher auch bevor es weiter geht die ausdrückliche Klarstellung: Hier geht es nicht um die hier angebotenen Tees sondern um das Thema Tee in Verbindung mit Wirkung und Gesundheit auf den menschlichen Organismus allgemein.

13.1 Pu-erh Tee und Abnehmen

Wissenschaftliche Studien berichten, dass der Verzehr von Pu-erh Teeblättern signifikant den Wert an Fettsäuresynthase in der Leber von Ratten unterdrückt. Auch soll die Gewichtszunahme, Triacylglycerol und Cholesterin unterdrückt worden sein. Dafür verantwortlich gemacht werden chemische Bestandteile (Catechine, Koffein und Theanin) von Pu-erh Tee (aber auch in anderen Tee wie Oolong, Grüner oder schwarzer Tee). Nachzulesen in diesen Publikationen (1) (2).

Auch wurde die Wirkung von Polyphenolen als Inhibitor für die Biosynthese von Cholesterin in die Diskussion gebracht (3).

Das Cholesterin senkende Mittel Lovastatin wurde auch in Pu-erh gefunden (4)

Das ist die eine Seite, die andere Seite sagt aber auch, dass ohne gesamtheitliches Konzept kaum eine Gewichtsreduktion allein durch das Trinken von Tee im Allgemeinen oder Pu-erh im Speziellen zu erreichen ist. 2 Liter Tee ersetzten keinen Sport noch negieren sie zu kalorienreiche Nahrung. Lovastatin wird aus einen Pilz gewonnen der sehr ähnlich dem ist der für das Reifen von Pu-erh notwendig ist.

13.2 Pu-erh Tee und Krebs

Im Jahr 2011 berichtete die FDA (US Food and Drug Administration) das es nur unzureichende Beweise gibt, das [grüner] Tee (und damit auch Pu-erh) Konsum das Risiko von Brust oder Prostatakrebs verringert (8). Gleichzeitig kam das US National Cancer Institute zu dem Schluss, dass die Ergebnisse nicht schlüssig sind; es gibt auch zu viele Variablen wie Tee Zubereitung, Tee Verbrauch, Adsorption von bestimmten Bestandteilen im Tee, Lebensumstände und –Stil sowie genetische Veranlagung. Es gibt zwar positive Anzeichen, jedoch kann das nicht empirisch belegt werden (9) (10).

Daneben gibt es noch zahlreiche weitere Meta-Analysen, die suggerieren, das z.B. Schwarzer Tee bzw. Hongcha genauso wenig vor Prostata-, Speiseröhren- oder Lungenkrebs schützt (11) (12) (13) (14) (15).

13.3 Pu-erh Tee und Herz-Kreislauferkrankungen z.B Bluthochdruck

[Schwarzer] Tee wird mit einem verminderten Risiko für Schlaganfälle in Verbindung gebracht (16) (17). Sowohl Grüner als auch schwarzer Tee haben einen positiven Effekt auf die endotheliale Funktion (damit ist sind teilweise die Arterien gemeint) (18) (19) (20). Dieser Effekt wurde jedoch durch die Zugabe von Milch im Tee wieder negiert (21).

Eine weitere Studie hat in einem Langzeit Test ergeben, dass der Tee Konsum leicht den systolischen und diastolischen Blutdruck (ca. 1-2 mm Hg). Leider ist auch hier die Datengrundlage sehr dünn, wir jedoch durch andere Studien bestätigt (22) (23).

13.4 Pu-erh Tee und Fluorose

In einigen Pu-erh Tee (Bricks = Zhuan, aber andere sind nicht auszuschließen) wurde hohe Konzentrationen von Fluor gefunden, was höchstwahrscheinlich auf die vermehrte Verwendung von älteren Teeblättern bzw. Stängeln zurückzuführen ist, die eine eher dazu tendieren Fluor zu sammeln. Dadurch kam es zur Flurose, die die Zähne und Knochen angreift, in Gebieten wie Tibet, die tendenziell eher Pu-erh Zhuan konsumieren. Nachzulesen in diesen Publikationen (5) (6) (7).

13.5 Pu-erh Tee und angebliche und echte Effekte auf den Körper

Ein ausnahmsweise negatives Gerücht konnte widerlegt werden: Teekonsum erhöht nicht das Risiko für Knochenbrüchen inklusive Hüftfrakturen und dergleichen (24).

Eine weitere Studie spricht dem Tee wieder einmal positive Eigenschaften zu: eine langfriste Senkungen des LDL-Cholesterin von 0,43 mmol / L (oder 7,74 mg / dL) (22).

13.6 Pu-erh Tee, Pestizide, Herbizide und Verschmutzung

Verunreinigungen im Tee sind eine Schattenseite des Tees, jedoch wie steht es um Fakten und verschiedene Ansichtsweisen? Versuchen wir einen Anfang, welche Verunreinigungen gibt es?

Fungizide arbeiten gegen Pilzbefall und andere Blattkrankheiten à von z.B. Stiftung Warentest (leider) kaum beachtet.

Herbizide helfen gegen Unkraut. Auch diese werden von den üblichen Vertretern kaum angesprochen.

Insektizide sind primär zur Schädlingsbekämpfung gedacht, und hier gibt es relativ viel „Wind“.

Schwermetalle werden leider auch oft übersehen.

Also müsste man konsequent alle vier Gruppen als Verunreinigung ansehen, wird aber leider oft nicht gemacht. Selbst wenn der Anbau umgestellt wird, Gifte wie DDT, Lindan, Hexan werden nur langsam, auch im Boden abgebaut und leider nimmt die Pflanze weiterhin die Stoffe auf. So können diese sich auch noch nach Jahren als Spuren in Tests zeigen.

Auch müsste man die Rückstandskontrollen bei Tee überdenken: Denn Tee wird fast nie vollständig oder auch nur teilweise verzehrt wie z.B. Obst. Vielmehr nimmt man ein Aufguss zu sich. Aber alle Wissenschaftler sind sich eins, dass nur ca. 2-15% der Stoffe im Aufguss gelöst werden. Der Rest verbleibt auf oder im Tee selbst. Dadurch relativiert sich jede Verschmutzung bzw. Verunreinigung zum einen. Zum anderen führt es solche Verordnungen ad absurdum wie das Lebensmittelgesetz (§14):

Bei Tee darf ein Höchstwert bei Lindan von 0,2 mg/kg nicht überschritten werden. Im Aufguss verdünnt sich dieser Wert noch einmal auf 0,02 mg/kg. Der Gesetzgeber schreibt bei Kopfsalat (der ja vollständig verzehrt wird) übrigens einen Höchstwert desselben Pestizids von 2,0 mg/kg vor. Die gesundheitliche Unbedenklichkeit des Tees wird anhand dieses einfachen Beispiels sehr anschaulich deutlich, leider wird hier mit zweierlei Maß gewogen.

Auch Biosiegel sind nur begrenzt aussagekräftig: Für Tee bestehen keine staatlichen bzw. EU-Bestimmungen betreffs Höchstbelastungsgrenzen im biologischen Anbau. Es gelten daher die generellen gesetzlichen Limits. Spuren von Pestiziden und Schwermetallen sind heute leider überall, d.h. in jedem Lebensmittel, vorhanden. Deshalb ist eine Bezeichnung "pestizidfrei" irreführend und falsch.

Apropos Schwermetalle: Kupfer, Zink, Kadmium, Thallium, Arsen, Nickel, Quecksilber und Blei können für den menschlichen Organismus unter Umständen noch viel gefährlicher sein als Pestizidrückstände.

Zum Glück gibt es aber in den letzten Jahren einen verstärkten Trend: Zum einen werden neue Pflanzenschutzmittelgenerationen eingesetzt, die wesentlich verträglicher für den menschlichen Organismus sind. Zweitens werden Strohmatten anstatt Herbizide ausgelegt (was ja langfristig sogar günstiger sein sollte) und gegen Schädlinge, also Insekten, Insektenfresser wie Eidechsen einsetzt (25).

  1. Chiang, Chun-Te; Weng, Meng-Shih; Lin-Shiau, Shoei-Yn; Kuo, Kuan-Li; Tsai, Yao-Jen; Lin, Jen-Kun (2005). "Pu-erh tea supplementation suppresses fatty acid synthase expression in the rat liver through downregulating Akt and JNK signalings as demonstrated in human hepatoma HepG2 cells.". Oncology research. 16 (3): 119–28. PMID 16925113.
  2. Lin, Jen-Kun; Shoei-Yn Lin-Shiau (September 28, 2005). "Mechanisms of hypolipidemic and anti-obesity effects of tea and tea polyphenols"Molecular Nutrition & Food Research. Weinheim: WILEY-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA. 50 (2): 211–217.doi:10.1002/mnfr.200500138PMID 16404708.
  3. Lu, Chi-Hua; Hwang, Lucy Sun (1 November 2008). "Polyphenol contents of Pu-Erh teas and their abilities to inhibit cholesterol biosynthesis in Hep G2 cell line". Food Chemistry. 111 (1): 67–71. doi:10.1016/j.foodchem.2008.03.043.
  4. Zhao ZJ, Pan YZ, Liu QJ, Li XH (2013). "Exposure assessment of lovastatin in Pu-erh tea."Int J Food Microbiol164 (1): 26–31.doi:10.1016/j.ijfoodmicro.2013.03.018PMID 23587710.
  5. Cao, J.; Zhao, Y.; Liu, J.W. (December 1998). "Safety evaluation and fluorine concentration of pu'er brick tea and bianxiao brick tea".Food and Chemical Toxicology. 36 (12): 1061–1063. doi:10.1016/S0278-6915(98)00087-8. PMID 9862647.
  6. Jin Cao; Xuexin Bai; Yan Zhao; Jianwei Liu; Dingyou Zhou; Shiliang Fang; Ma Jia; Jinsheng Wu (December 1996). "The Relationship of Fluorosis and Brick Tea Drinking in Chinese Tibetans". Environmental Health Perspectives. U.S. National Center for Biotechnology Information. 104 (12). PMC 1469557.
  7. Cao J.; Zhao Y.; Liu J. (August 1997). "Brick tea consumption as the cause of dental fluorosis among children from Mongol, Kazak and Yugu populations in China". Food Chem. Toxicol. National Center for Biotechnology Information. 35 (8): 827–833. Retrieved 2006-12-11.
  8. Food and Drug Administration (24 February 2011). "Summary of Qualified Health Claims Subject to Enforcement Discretion". Retrieved 9 October 2014.
  9. National Cancer Institute (Reviewed 17 November 2010). "Tea and Cancer Prevention: Strengths and Limits of the Evidence". Retrieved 20 March 2012.
  10. Johnson R, Bryant S, Huntley AL (December 2012). "Green tea and green tea catechin extracts: an overview of the clinical evidence". Maturitas (Review). 73 (4): 280–7.doi:10.1016/j.maturitas.2012.08.008. PMID 22986087.Green tea consumption does help reduce body weight and aid weight management as shown in short term RCTs (12 weeks) but not to a clinically relevant level.
  11. Wang W, Yang Y, Zhang W, Wu W (April 2014). "Association of tea consumption and the risk of oral cancer: a meta-analysis".Oral Oncol (Meta-Analysis). 50 (4): 276–81.doi:10.1016/j.oraloncology.2013.12.014. PMID 24389399.
  12. Wang Y, Yu X, Wu Y, Zhang D (November 2012). "Coffee and tea consumption and risk of lung cancer: a dose-response analysis of observational studies". Lung Cancer (Meta-Analysis).78 (2): 169–70. doi:10.1016/j.lungcan.2012.08.009.PMID 22964413.
  13. Zheng J, Yang B, Huang T, Yu Y, Yang J, Li D (June 2011). "Green tea and black tea consumption and prostate cancer risk: an exploratory meta-analysis of observational studies". Nutr Cancer (Meta-Analysis). 63 (5): 663–72.doi:10.1080/01635581.2011.570895. PMID 21667398.
  14. Lin YW, Hu ZH, Wang X, Mao QQ, Qin J, Zheng XY, Xie LP (February 2014). "Tea consumption and prostate cancer: an updated meta-analysis". World J Surg Oncol (Meta-Analysis).12: 38. doi:10.1186/1477-7819-12-38. PMC 3925323.PMID 24528523.
  15. Zheng JS, Yang J, Fu YQ, Huang T, Huang YJ, Li D (January 2013). "Effects of green tea, black tea, and coffee consumption on the risk of esophageal cancer: a systematic review and meta-analysis of observational studies". Nutr Cancer (Systematic Review and Meta-Analysis). 65 (1): 1–16.doi:10.1080/01635581.2013.741762. PMID 23368908.
  16. Shen L, Song LG, Ma H, Jin CN, Wang JA, Xiang MX (August 2012). "Tea consumption and risk of stroke: a dose-response meta-analysis of prospective studies". J Zhejiang Univ Sci B(Review). 13 (8): 652–62. doi:10.1631/jzus.B1201001.PMC 3411099. PMID 22843186.
  17. Larsson SC (January 2014). "Coffee, tea, and cocoa and risk of stroke". Stroke (Review). 45 (1): 309–14.doi:10.1161/STROKEAHA.113.003131. PMID 24326448.
  18. Munir, KM; Chandrasekaran, S; Gao, F; Quon, MJ (September 2013). "Mechanisms for food polyphenols to ameliorate insulin resistance and endothelial dysfunction: therapeutic implications for diabetes and its cardiovascular complications". American Journal of Physiology, Endocrinology, and Metabolism (Review).305 (6): E679-86. doi:10.1152/ajpendo.00377.2013.PMC 4073986. PMID 23900418.
  19. Grassi, D; Desideri, G; Di Giosia, P; De Feo, M; Fellini, E; Cheli, P; Ferri, L; Ferri, C (December 2013). "Tea, flavonoids, and cardiovascular health: endothelial protection.". American Journal of Clinical Nutrition (Review). 98 (6 (supplement)): 1660S-1666S. doi:10.3945/ajcn.113.058313.PMID 24172308.
  20. Wang, Ze-Mu; Zhou, Bo; Wang, Yong-Sheng; Gong, Qing-Yue; Wang, Qi-Ming; Yan, Jian-Jun; Gao, Wei; Wang, Lian-Sheng (2011-03-01). "Black and green tea consumption and the risk of coronary artery disease: a meta-analysis". The American Journal of Clinical Nutrition. 93 (3): 506–515.doi:10.3945/ajcn.110.005363. ISSN 1938-3207.PMID 21248184.
  21. Lorenz, Mario; Jochmann, Nicoline; von Krosigk, Amélie; Martus, Peter; Baumann, Gert; Stangl, Karl; Stangl, Verena (2007-01-01). "Addition of milk prevents vascular protective effects of tea". European Heart Journal. 28 (2): 219–223.doi:10.1093/eurheartj/ehl442. ISSN 0195-668X.PMID 17213230.
  22. Hartley L, Flowers N, Holmes J, Clarke A, Stranges S, Hooper L, Rees K (June 2013). "Green and black tea for the primary prevention of cardiovascular disease" (PDF). Cochrane Database Syst Rev (Systematic Review and Meta-Analysis). 6: CD009934. doi:10.1002/14651858.CD009934.pub2.PMID 23780706.
  23. Liu G, Mi XN, Zheng XX, Xu YL, Lu J, Huang XH (October 2014). "Effects of tea intake on blood pressure: a meta-analysis of randomised controlled trials". Br J Nutr (Meta-Analysis). 112(7): 1043–54. doi:10.1017/S0007114514001731.PMID 25137341.
  24. Chen B, Shi HF, Wu SC (March 2014). "Tea consumption didn't modify the risk of fracture: a dose-response meta-analysis of observational studies"Diagn Pathol9: 44. doi:10.1186/1746-1596-9-44PMC 4017777PMID 24588938.
  25. Thorsten Maerz / Kristine Maerz,(August 2015) http://www.tee-import.de/info/teekrit.htm
Wir benutzen Cookies nur für interne Zwecke um den Webshop zu verbesseren. Ist das in Ordnung? Ja Nein Für weitere Informationen sehen Sie bitte unsere Datenschutz-Erklärung. »

Schneller Versand

aus Deutschland nach Europa via DHL oder DPD

Kein Importstress

denn das ist unser Problem, nicht eures!

Premium Qualität

von renommiert Marken und eigener Auswahl

Faire Preise

weil Onlineshop mit schlanken Strukturen und direktem Einkauf

 

 

wurde erfolgreich in den Warenkorb gelegt.

Nicht auf Lager

Die gewünschte Anzahl für "" ist momentan nicht verfügbar