Tag zwei in Puer

Tag zwei in Puer

Der lokale Teemarkt in Puer, Stromausfall, verlassene Teegärten und selber Pu pressen

Am 24.4. wurde der Tag mit einem zünftigen Morgenmahl gestartet bestehend aus Nudeln, Rindfleisch, Koriander usw. in verschieden Schärfegraden, was nun jeden Morgen folgen würde. Dann ging es zu dem Teemarkt, auf dem die Bauern aus der Umgebung Ihre Ware an die Händler feilbieten. Ein Bekannter von meinem Cousin (Biao Ge), Li Ge, suchte z.B. für seinen Laden Roten Tee. Er wurde jedoch nicht fündig und zog weiter auf seinem road trip, der vor 5 Tagen in Weihai, Shandong mit dem Auto gestartet war und fuhr weiter nach Xishuangbanna, Menghai. Später auf dem Wechat (weixin) Account habe ich gesehen, das er dann in Bulang „mit Tee gespielt hat“.

Nach dem Teemarkt wollte ich bei den „Mädels“ eigentlich ausgiebig Tee der lokalen Marke „Lin Lao Gen“ schlürfen. Jedoch war bis 11 Uhr morgens keiner da! Aber selbst wenn hätte es kein heißes Wasser gegeben, der Regen in der Nacht hatte den Strom im Viertel für den gesamten restlichen Tag lahm gelegt.

So ging es später dann spazieren in den Bergen um die Stadt zwischen verlassenen Teegärten. Teilweise waren die nicht grade jung, geschätzt 60-80 Jahre. Weil aber offensichtlich niemand mehr Wert auf diese Gärten legt, werden diese nach und nach verkauft, gerodet oder einfach als Gemüsegarten umfunktioniert. Fand das eigentlich recht schade. Den Rest des Nachmittags noch an einer anderen Talsperre verbracht, damit war dann touristisch-kulturell Puer City schon erschöpft wenn man mal von Tee, Kaffee etc. absieht.

Eigentlich wollte ich hier neben dem Lernen an der Quelle und dem Kontakte knüpfen auch direkt Tee pressen. Ich erklärte Biaoge was ich genau im Kopf hatte. Er zog mir jedoch mit folgender Argumentation den Zahn, dieses Mal Tee selbst zu Pressen:

Erstens: Auftragspressen fängt normalerweise erst ab ca. 50kg an, soviel wollte ich dann doch nicht, persönlich hatte ich an 10-20 Kilo gedacht. Die Tatsache, dass ich 100g bis 200g Bings für Europa favorisiere, hilft hier nicht grade.

Die zweite Tatsache war/ist viel schwerwiegender; der ganze gute (und günstige) Frühlingstee ist weg. Dafür gibt es nur ein kleines Zeitfenster, was im März war, nicht Ende April. Ich kann jetzt zwar immer noch teuer und schlechte Qualität einkaufen oder „halbwegs“ normal und noch teurer, jedoch ist das auch alles nur B-Ware. Für B-Ware bin ich nicht gekommen, muss es beim normalen lokalen Einkauf bleiben. Ich frage mich, ob die deutschsprachigen Kollegen mit den Verbindungen von X mehr Glück hatten, denn da haben einige definitiv gepresst.

Drittens ist es auch nicht das optimale Jahr, zu wenig, allgemein unterdurchschnittliche Rahmenbedingen für Tee, so zumindest die Aussage einiger Ortansässiger. Hilft jedoch alles nichts, muss ich entweder im Herbst oder kommenden März früher anreisen, mehr Zeit und finanzielle Resourcen einplanen.

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