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Oolong Tee (Anxi, Wuyishan, Chaozhou und Taiwan) und Schwarzer Tee

Oolong Tee u.a. verschiedene Anxi Tieguanyin (Eiserne Göttin der Barmherzigkeit), leicht und schwere Wuyishan Yancha (Felsentee) wie Dahongpao (Big Red Robe) und Dancong (Single Bush) aus Fenghuang/Chaozhou

Oolong Tee, auch Wulongcha 乌龙茶, Blauer Tee oder wortwörtlich übersetzt „Schwarzer Drachen Tee“ kommt meist aus dem Südosten Festland-Chinas, und dort hauptsächlich aus Fujian 福建 und Guangdong 广东. Aufgrund der Abschottung Festlandchinas war auch bis in die 1980er Jahre auch fast nur Taiwan 台湾 Oolong bei uns bekannt und wahrlich hat diese Insel auch einiges zu bieten. Daneben gibt es noch kleinere Anbaugebiete in Japan, Korea, Malaysia, Thailand usw. die aber meist nur den „großen“ Vorbildern nacheifern. Von der Oxidation (nicht Fermentation!) liegt der Oolong zwischen meist ca. 10% bis 85%, was fast den gesamten Bereich zwischen grüner, weißer und gelber Tee auf der einen Seite und schwarzer Tee auf der anderen abdeckt. Geschichtliches kann hier weiter nachgelesen werden.

 

Verschiedene Oolong Tees im Überblick

Jedes Gebiet hat seine Schule und ist auch den Anforderungen der Zeit was „in“ ist unterworfen. Grob lässt sich Oolong in zwei Gruppen unterteilen: die Gerollten und die nicht Gerollten. Gerollte mit „Schwänzchen“ sind auf Taiwan sehr beliebt, u.a. zählen dazu Nantou Dongding 冻顶, Alishan 阿里山, Oriental Beauty 东方美人, Lishan 梨山 oder Sanlinxi 杉林溪. Gerollte, ohne „Schwänzchen“, haben wir eine starke Tradition in Anxi 安溪, dem südlichen Fujian, mit dem sehr bekannten Tieguanyin 铁观音 (auch Iron Buddha [or Mercy], Benshan 本山, Huangjingui 黄金桂 (Golden Turtle) oder Foshou 佛手 (Buddhas Hand). Weiter geht die Liste mit den nicht gerollten Oolong aus dem nördlichen Fujian, nämlich den Wuyi Yancha 武夷岩茶 (Felsen- oder Steintees). Hier nur die bekanntesten der bis heute anerkannten 264 Sorten: Dahongpao 大红袍 (Big red robe), Tieluohan铁罗汉 (Iron Monk Arhat), Baijingui 白鸡冠 (White Cocks  Comb), Shuijingui 水金龟 (Water-Golden Turtle) und Bantianyao 半天腰 (Half-Days Waist (?)). Als allerletztes in dieser Aufzählung kommen die Single Bush Oolong oder auch (Fenghuang 凤凰) Dancong 单枞 genannt mit etlichen Sorten die sich nach Geschmäckern, aber auch Abstammung orientieren, z.B. Songzhong 宋种, Milanxiang 蜜兰香, Guihuaxiang 桂花香, Zhilanxiang, Xingrenxiang 杏仁香 usw.

Andere Oolong Tees sind geographisch nicht „greifbar“ wie z.B. Shuixian 水仙 oder Rougui 肉桂, die aber gerne Wuyi Yancha zugerechnet werden.

Tee Geschmack

Das geschmackliche Spektrum bei Oolong Tee ist unglaublich weit, viele sind floral oder fruchtig: Mögliche Assoziationen gehen von Orchidee, Osmanthus, hin zu Beeren, Marmelade, getrocknete Früchte. Tendenziell sind eher die leicht oxidierten Sorten.

Die etwas stärker oxidierten Varietäten gehen eher in die aromatische Richtung wie Röstung, Honig und Nuss-Karamell, behalten aber meist eine Mehrschichtigkeit von den floralen und fruchtigen Noten im Hintergrund. All das kann man aber nur wirklich im vollen Umfang erleben, wenn man sich die entsprechende Zeit für den Tee in Form von Grandpa oder Gongfucha Zubereitung nimmt.

 

Herstellung

Bei der Herstellung von Oolong Tee werden mehrere Schritte wiederholt, bis die gewünschte Menge an Quetschung und Oxidation der Blätter erreicht ist. Welken, Walzen, Formen und Erhitzen ähneln dem schwarzen Tee, aber es ist viel mehr Achtung bei Zeit und Temperatur erforderlich. Mehr dazu gibt es hier.

 

Bio Oolong Tee

Bio bzw. biologisch angebaute Tees findet man recht oft in den abgelegenen Tälern und Schluchten des recht unwegsamen Fujians, oder den bergigen Hochland Oolongs aus Taiwan. Jedoch findet man kaum solche im Handel als Bio deklarierte Produkte – vor allem keine wirklichen hochwerten Oolong. Warum? Der hiesige (Europäische Union) Oolong Markt ist zu klein und der Gesetzgeber verlangt ein relativ zeit- und kapitalintensives Verfahren. Das lohnt sich schlicht für viele Hersteller nicht, da sie ihre hochwertigen Tees problemlos zu teilweise phantastischen Preisen auch in Asien loswerden.

Es gibt aber trotzdem nach chinesischen Bio-Standards produzierte Ware, die aber hierzulande nicht als Bio vertrieben werden darf, da natürlich die Grenzwerte und Anforderungen ganz anders sind.

 

Zubereitung

Westlich Zubereitung findet in einen großen Kanne statt: einfach ein kleines Stück abbrechen, ca. 4-5g auf 1 Liter und dann einfach mit 90°C oder mehr übergießen. Nach 1-2 Minuten kann man dann schon seinen Tee trinken. Nicht für Mehrfachaufgüsse geeignet!

Grandpa heißt im Westen die in China am weit verbreitest Methode Tee zu trinken. Hier wird ein große Glas oder Tasse auch wieder mit 2-3g gefüllt. Einfach wieder mit 90°C oder mehr heißem Wasser auffüllen. Dann kurz warten bis die gewünschte Trinktemperatur erreicht ist. Aber Vorsicht! Man trinkt den Inhalt jedoch nie ganz leer, sondern belässt ca. 1/3 in der Tasse oder Glas. Danach noch mal aufgießen so oft man mag und es schmeckt.

Gongfu (-cha) 功夫茶 ist die idealste Methode, jedoch aufgrund von Zeit-, Hardware-, oder Lustmangel nicht immer zu praktizieren. Jedoch kann man es auf ein essenzielles Maß zusammenschrumpfen wie folgt: Eine Kanne und ein weiteres Trinkgefäß wie Tasse oder Glas. Optional noch Sieb und ein „Zwischengefäß“ auch Pitcher/Fair Cup oder Gongbei公杯 genannt. Man gibt jetzt in eine kleine Kanne (meinetwegen Yixingkännchen mit 150 ml Fassungsvermögen) relativ viel Tee von 5g (was in Relation Volumen-Tee zu Grandpa oder westlicher Methode wirklich viel ist) und gießt diese auch wieder mit min. 90°C heißem Wasser auf, jedoch gießt man den ersten Aufguss nach ca. 15 Sekunden entweder in den Trinktasse oder Pitcher. Et Voila, der erste Aufguss ist geschafft! Nach gleichem Muster können wir nun weitere Aufgüsse machen, wobei nur die Ziehzeit graduell ansteigend variiert wie z.B. 15 Sekunden, 25 Sekunden, 35 Sekunden, 50 Sekunden, 70 Sekunden, 100 Sekunden usw. bis man keine Lust mehr hat oder der Tee nichts mehr hergibt. Erfahrungsgemäß geht das aber meist über 10 Runden! Man kann die Temperatur, Ziehzeit und Tee Menge nach dem eigenen Geschmack verändern. Mehr heißt intensiver. Einfach ausprobieren!

Warum diesen Aufwand? Weil man so der Geschichte des Tees besser lauschen kann (die geschmackliche Veränderung). Weil man erstens als Sparfuchs wesentlich mehr aus dem Tee bekommt. Weil es eine gewisse meditative Funktion hat.

Und bitte auf das Wasser achten! Ein Leitungswässerchen in Deutschland ist zu 95% nicht geeignet. Genauso der total verkalkte Wasserkocher. Sauber machen. Kalk killt den Geschmack optisch und sensorisch. Besser ein gescheites Mineralwasser oder gefiltertes Leitungswasser verwenden, wenn man nicht grade eine natürliche Quelle vor der Haustür hat. Gerne kann hier auch mehr darüber gelesen werden.

 

Wirkung, Abnehmen, TCM und Kapseln

In der traditionellen chinesischen Medizin TCM sind hoch oxidierte Oolong Tees auf jeden Fall warm zuzurechnen. Weniger Oxidierte hingegen  gehen eher in die kalte Richtung. Dem Tee werden zahlreiche positive Eigenschaften zugesprochen u.a. entgiftend, entschlackend, antibakteriell, Leberstoffwechselanregend, verdauungsregulierend, stimmungsaufhellend und harnsäuresenkend. Was man jedoch davon glauben mag, bleibt einem selbst überlassen.

Wirklich negative Nebenwirkung wie erhöhte Knochenbruchgefahr konnte widerlegt werden. Es macht jedoch wie immer die Mischung: ein Oolong pro Tag ist okay. Fünf mit vollem Gongfucha bis Ende wird schwer und ist auch nicht wirklich der Gesund zuträglicher. Für Kleinkinder Oolong Tee generell nicht geeignet! Vorschulkinder können hier und da gerne mal nippen.

Beim Abnehmen kann Oolong helfen, zumindest legen das gewisse Studien nahe, jedoch wie immer kann keine Tee Diät eine ganzheitlichen Ansatz ersetzten. Tee ist gesund, aber kein Wundertrunk.

 

Lagerung und Aufbewahrung

Ganz kurz und simpel: dunkel, trocken, nicht komplett luftdicht, aber auch fern von Fremdgerüchen. Ideal ist z.B. ein Keramikgefäß mit einem Leinentuch abgedeckt im Schlaf- oder Gästezimmer. Küche und Bad unbedingt vermeiden. Wohnzimmer geht nur bedingt, weil je nach Nutzung doch ab und zu oder sogar regelmäßig gewisse Geruchswellen durchwehen.

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Verschiedene Oolong Tees im Überblick

Jedes Gebiet hat seine Schule und ist auch den Anforderungen der Zeit was „in“ ist unterworfen. Grob lässt sich Oolong in zwei Gruppen unterteilen: die Gerollten und die nicht Gerollten. Gerollte mit „Schwänzchen“ sind auf Taiwan sehr beliebt, u.a. zählen dazu Nantou Dongding 冻顶, Alishan 阿里山, Oriental Beauty 东方美人, Lishan 梨山 oder Sanlinxi 杉林溪. Gerollte, ohne „Schwänzchen“, haben wir eine starke Tradition in Anxi 安溪, dem südlichen Fujian, mit dem sehr bekannten Tieguanyin 铁观音 (auch Iron Buddha [or Mercy], Benshan 本山, Huangjingui 黄金桂 (Golden Turtle) oder Foshou 佛手 (Buddhas Hand). Weiter geht die Liste mit den nicht gerollten Oolong aus dem nördlichen Fujian, nämlich den Wuyi Yancha 武夷岩茶 (Felsen- oder Steintees). Hier nur die bekanntesten der bis heute anerkannten 264 Sorten: Dahongpao 大红袍 (Big red robe), Tieluohan铁罗汉 (Iron Monk Arhat), Baijingui 白鸡冠 (White Cocks  Comb), Shuijingui 水金龟 (Water-Golden Turtle) und Bantianyao 半天腰 (Half-Days Waist (?)). Als allerletztes in dieser Aufzählung kommen die Single Bush Oolong oder auch (Fenghuang 凤凰) Dancong 单枞 genannt mit etlichen Sorten die sich nach Geschmäckern, aber auch Abstammung orientieren, z.B. Songzhong 宋种, Milanxiang 蜜兰香, Guihuaxiang 桂花香, Zhilanxiang, Xingrenxiang 杏仁香 usw.

Andere Oolong Tees sind geographisch nicht „greifbar“ wie z.B. Shuixian 水仙 oder Rougui 肉桂, die aber gerne Wuyi Yancha zugerechnet werden.

Tee Geschmack

Das geschmackliche Spektrum bei Oolong Tee ist unglaublich weit, viele sind floral oder fruchtig: Mögliche Assoziationen gehen von Orchidee, Osmanthus, hin zu Beeren, Marmelade, getrocknete Früchte. Tendenziell sind eher die leicht oxidierten Sorten.

Die etwas stärker oxidierten Varietäten gehen eher in die aromatische Richtung wie Röstung, Honig und Nuss-Karamell, behalten aber meist eine Mehrschichtigkeit von den floralen und fruchtigen Noten im Hintergrund. All das kann man aber nur wirklich im vollen Umfang erleben, wenn man sich die entsprechende Zeit für den Tee in Form von Grandpa oder Gongfucha Zubereitung nimmt.

 

Herstellung

Bei der Herstellung von Oolong Tee werden mehrere Schritte wiederholt, bis die gewünschte Menge an Quetschung und Oxidation der Blätter erreicht ist. Welken, Walzen, Formen und Erhitzen ähneln dem schwarzen Tee, aber es ist viel mehr Achtung bei Zeit und Temperatur erforderlich. Mehr dazu gibt es hier.

 

Bio Oolong Tee

Bio bzw. biologisch angebaute Tees findet man recht oft in den abgelegenen Tälern und Schluchten des recht unwegsamen Fujians, oder den bergigen Hochland Oolongs aus Taiwan. Jedoch findet man kaum solche im Handel als Bio deklarierte Produkte – vor allem keine wirklichen hochwerten Oolong. Warum? Der hiesige (Europäische Union) Oolong Markt ist zu klein und der Gesetzgeber verlangt ein relativ zeit- und kapitalintensives Verfahren. Das lohnt sich schlicht für viele Hersteller nicht, da sie ihre hochwertigen Tees problemlos zu teilweise phantastischen Preisen auch in Asien loswerden.

Es gibt aber trotzdem nach chinesischen Bio-Standards produzierte Ware, die aber hierzulande nicht als Bio vertrieben werden darf, da natürlich die Grenzwerte und Anforderungen ganz anders sind.

 

Zubereitung

Westlich Zubereitung findet in einen großen Kanne statt: einfach ein kleines Stück abbrechen, ca. 4-5g auf 1 Liter und dann einfach mit 90°C oder mehr übergießen. Nach 1-2 Minuten kann man dann schon seinen Tee trinken. Nicht für Mehrfachaufgüsse geeignet!

Grandpa heißt im Westen die in China am weit verbreitest Methode Tee zu trinken. Hier wird ein große Glas oder Tasse auch wieder mit 2-3g gefüllt. Einfach wieder mit 90°C oder mehr heißem Wasser auffüllen. Dann kurz warten bis die gewünschte Trinktemperatur erreicht ist. Aber Vorsicht! Man trinkt den Inhalt jedoch nie ganz leer, sondern belässt ca. 1/3 in der Tasse oder Glas. Danach noch mal aufgießen so oft man mag und es schmeckt.

Gongfu (-cha) 功夫茶 ist die idealste Methode, jedoch aufgrund von Zeit-, Hardware-, oder Lustmangel nicht immer zu praktizieren. Jedoch kann man es auf ein essenzielles Maß zusammenschrumpfen wie folgt: Eine Kanne und ein weiteres Trinkgefäß wie Tasse oder Glas. Optional noch Sieb und ein „Zwischengefäß“ auch Pitcher/Fair Cup oder Gongbei公杯 genannt. Man gibt jetzt in eine kleine Kanne (meinetwegen Yixingkännchen mit 150 ml Fassungsvermögen) relativ viel Tee von 5g (was in Relation Volumen-Tee zu Grandpa oder westlicher Methode wirklich viel ist) und gießt diese auch wieder mit min. 90°C heißem Wasser auf, jedoch gießt man den ersten Aufguss nach ca. 15 Sekunden entweder in den Trinktasse oder Pitcher. Et Voila, der erste Aufguss ist geschafft! Nach gleichem Muster können wir nun weitere Aufgüsse machen, wobei nur die Ziehzeit graduell ansteigend variiert wie z.B. 15 Sekunden, 25 Sekunden, 35 Sekunden, 50 Sekunden, 70 Sekunden, 100 Sekunden usw. bis man keine Lust mehr hat oder der Tee nichts mehr hergibt. Erfahrungsgemäß geht das aber meist über 10 Runden! Man kann die Temperatur, Ziehzeit und Tee Menge nach dem eigenen Geschmack verändern. Mehr heißt intensiver. Einfach ausprobieren!

Warum diesen Aufwand? Weil man so der Geschichte des Tees besser lauschen kann (die geschmackliche Veränderung). Weil man erstens als Sparfuchs wesentlich mehr aus dem Tee bekommt. Weil es eine gewisse meditative Funktion hat.

Und bitte auf das Wasser achten! Ein Leitungswässerchen in Deutschland ist zu 95% nicht geeignet. Genauso der total verkalkte Wasserkocher. Sauber machen. Kalk killt den Geschmack optisch und sensorisch. Besser ein gescheites Mineralwasser oder gefiltertes Leitungswasser verwenden, wenn man nicht grade eine natürliche Quelle vor der Haustür hat. Gerne kann hier auch mehr darüber gelesen werden.

 

Wirkung, Abnehmen, TCM und Kapseln

In der traditionellen chinesischen Medizin TCM sind hoch oxidierte Oolong Tees auf jeden Fall warm zuzurechnen. Weniger Oxidierte hingegen  gehen eher in die kalte Richtung. Dem Tee werden zahlreiche positive Eigenschaften zugesprochen u.a. entgiftend, entschlackend, antibakteriell, Leberstoffwechselanregend, verdauungsregulierend, stimmungsaufhellend und harnsäuresenkend. Was man jedoch davon glauben mag, bleibt einem selbst überlassen.

Wirklich negative Nebenwirkung wie erhöhte Knochenbruchgefahr konnte widerlegt werden. Es macht jedoch wie immer die Mischung: ein Oolong pro Tag ist okay. Fünf mit vollem Gongfucha bis Ende wird schwer und ist auch nicht wirklich der Gesund zuträglicher. Für Kleinkinder Oolong Tee generell nicht geeignet! Vorschulkinder können hier und da gerne mal nippen.

Beim Abnehmen kann Oolong helfen, zumindest legen das gewisse Studien nahe, jedoch wie immer kann keine Tee Diät eine ganzheitlichen Ansatz ersetzten. Tee ist gesund, aber kein Wundertrunk.

 

Lagerung und Aufbewahrung

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